

Wie kann man ein und denselben Artikel in zwei verschieden-sprachigen Journals publizieren?
(7. Februar 2012) Auf deutsch zu publizieren ist unter Medizinern nicht ungewöhnlich. Doch dieselbe Studie stillschweigend noch einmal in einem englischsprachigen Journal zu veröffentlichen, verstößt gegen die Forscherehre. Laborjournal sprach mit Jürgen Meyer zu Tittingdorf, Leiter des Academic Publishing bei Springer Medizin, über Doppelpublikationen in deutschen und internationalen Medizin-Journalen.

Treffen sich zwei Paper zum gleichen Thema in der Redaktion eines Journals...
(2. Februar 2012) Artikel ohne Review abgelehnt! Erste Reaktion: Das kann doch nicht wahr sein! Dann Zorn, gefolgt von Frust! Natürlich. Wenn man überzeugt ist, gute Daten zu haben, und die Redakteure eines Journals die Arbeit vieler Monate mit vielen Worten, die im Kern „Nix Neues” bedeuten, ablehnen.

Auch ein Zwergenaufstand kann was bewirken
Elsevier betreibt unverfrorene Preispolitik und bekommt dafür jetzt die Quittung
(31. Januar 2012) „Won't publish, won't referee, won't do editorial work.“ Über 2.000 Wissenschaftler protestieren mit diesem Versprechen bereits gegen den niederländischen Verlag Elsevier. Dieser schröpft Bibliotheken seit Jahren mit hohen Abopreisen für wissenschaftliche Journale und hatte jetzt eine neue Geschäftsidee. Zeitschriftenabos gibt es nur noch gebündelt, das heißt man muss immer auch ein paar exotische Minijournale dazu kaufen, die eigentlich niemand lesen will.

Transportvesikel
Mehr Vesikel-Transport, wenn Fett und Wasser sich anziehen
(26. Januar 2012) Bisher stellte man sich das wasserabstoßende Innere biologischer Membranen wie ein Öl vor, in dem die Membranproteine herumschwimmen. Biochemiker der Uni Heidelberg um Britta Brügger und Felix Wieland konnten zusammen mit Bioinformatikern der Uni Stockholm zeigen, dass ein bestimmtes Membranlipid spezifisch an ein Protein bindet. Das Lipid lagert sich dabei mit seinen hydrophilen und hydrophoben Abschnitten an das Protein an.

Züricher Ingenieure entwickeln eine Folie mit verblüffender Selbstreinigungskraft
(24. Januar 2012) Folien, die Schmutz einfach abbauen oder Oberflächen, die Antibiotika produzieren – dieser Traum aller Putzmuffel und Hygienefreunde könnte bald wahr werden. Forscher um Wendelin Stark von der ETH Zürich haben eine Kunststofffolie entwickelt, die Schmutz einfach verschwinden lässt. Der Trick: Schimmelpilzkulturen werden zwischen zwei Kunststofflagen kultiviert und ernähren sich vom „Dreck“, der auf der Oberfläche der Folie landet.

Gut gegrillt ist halb gedopt: Blick ins Labor eines Erfurter Sportmediziners
Dass Doping und dessen Kontrolle einen hohen Unterhaltungsfaktor hat, wissen wir spätestens, seit ein übelgelaunter Oliver Kahn den gefüllten Urinbecher in die Kloschüssel pfefferte. Was wir bisher nicht wussten: Selbst esoterische Pseudomedizin ist laut den Statuten der Welt-Anti-Doping-Agentur verboten.
(19. Januar 2012) Ein Erfurter Sportarzt hat in punkto „innovative, unerlaubte Leistungssteigerung" augenscheinlich den Vogel abgeschossen: Er habe Erythrozyten außerhalb des Körpers quasi eine "Bräunungskur" verpasst und die UV-bestrahlten Blutkörperchen danach wieder den betreffenden Sportlern injiziert, berichten übereinstimmend ...